Zecken bei Katzen

Zecken bei Katzen – die gefährlichen Parasiten. So werden Zecken erkannt und entfernt. Mit diesen Mitteln lassen sich Zecken von vornherein abwehren.

Ab Februar beginnt die Zeckensaison und sie endet erst im Oktober. In der Zeckensaison sollten Besitzer von Freigänger Katzen ihren Liebling täglich auf eventuelle Zecken kontrollieren. Freigänger Katzen haben ein hohes Risiko von Zecken gebissen zu werden. Nicht nur für Katzen sind Zecken gefährlich, sondern auch für Menschen.

Zecken bei KatzenZecken bei Katzen übertragen die auch für Katzen gefährlichen Krankheitserreger wie die Borreliose-Bakterien. Die Borreliose Bakterien können eine Gelenkentzündung verursachen und die FSME Erreger, die ebenfalls von Zecken übertragen werden, können zu einer gefährlichen Hirnhaut-Entzündung führen.

Befinden sich mehrere Zecken bei Katzen, kann dies zu einem starken Blutverlust führen. Eine ausgewachsene Zecke saugt bis zu einem halben Milliliter Blut am Tag. Die Gefahren die von Zecken ausgehen sollten weder bei Menschen noch bei Katzen unterschätzt werden.

Was passiert, wenn sich Zecken bei Katzen festsetzen?

Zecken beißen die Katzen. Durch den Speichel, den die Zecken beim Beißen auf die Katze übertragen können das Herz, die Nieren sowie das Nervensystem der Katze geschädigt werden. Die Zecken setzen sich mit ihrem Saugrüssel an der Katze fest. Der Saugrüssel hat einen Widerhaken, wodurch die Zecken sich weder abschütteln noch leicht entfernen lassen.

Beim unvorsichtigen Entfernen von Zecken passiert es oft, dass das Mundwerkzeug der Zecke in der Katze stecken bleibt. Das steckengebliebene Mundwerkzeug sorgt dann für Juckreiz und es kann zu Entzündungen kommen. Eine weitere Gefahr ist, dass die Katze durch das zurückgebliebene Mundwerkzeug der Zecken Abszesse bekommt oder es zu Vereiterungen kommt.

Befinden sich Zecken bei Katzen im FelI, so sollten die Zecken oder die Zecke direkt entfernt werden.

Wo leben Zecken?

Zecken leben überwiegend in Laub- und auch Mischwäldern, sie sind in hohem Gras zu finden. Katzen durchstreifen während ihrer Ausflüge oft Wiesen oder auch Wälder, daher sind sie sehr gefährdet. Da Zecken keine Kälte mögen, haben Katzen im Winter eine Verschnaufpause, doch sobald die Temperaturen bei plus 10 Grad liegen werden die Plagegeister wieder aktiv.

Im Frühling vermehren sich die Zecken in einem sehr rasanten Tempo und es kann dann durchaus auch zu einem Massenbefall kommen. Zecken ernähren sich von Blut, das sie benötigen um sich weiterzuentwickeln. Die gefährlichen Parasiten befallen nicht nur Katzen, sondern auch Hunde, Menschen, Pferde, Wald- und Wühlmäuse.

Zecken bei Katzen entfernen

Zum Entfernen von Zecken bei Katzen gibt es drei verschiedene Hilfsmittel:

  • Zeckenzangen/Zeckenpinzetten
    Die Zeckenpinzette hat vorne fein auslaufende, gebogene Enden. Mit diesen Enden kann man sehr vorsichtig die oft flach auf der Haut liegende Zecke aufrichten und dann unterfahren. Jetzt zieht man die Zecke gleichmäßig mit leichter, aber stetiger Kraft nach oben heraus. Die Zecke hält dabei oft anfangs noch fest. Nicht ruckartig reißen, sonst zertrennt man die Zecke und es bleiben die Stichwerkzeuge im Körper der Katze zurück. Sollte die Zecke extrem stark festhaltenso kann man auch einige male Auf- und Abwärtsbewegungen machen.
  • Zeckenschlingen
    Die Zeckenschlinge eigent sich besonders für ungeübte. Mit der Schlinge lässt sich die Zecke sehr gut greifen. Die Schlinge wird um die Zecke gelegt. Wie von selbst zieht sich die Schlinge um die Zecke zusammen und ermöglicht ein vorischtiges herausziehen der Zecke aus der Haut der Katze. Auch hier gilt es vorsichtig, aber beständig zu ziehen um den Kopf der Zecke nicht abzureißen.
  • Zeckenkarten
    Zeckenkarten greifen ebenfalls unter den Körper der Zecke. Durch die spitz zulaufende Öffnung in der Karte läßt sich die Zecke sehr gut erfassen und aus dem Körper der Katze heraushebeln.

Es ist wichtig, dass die vorhandene Zecke vorsichtig und mit einem der genannten Werkzeuge entfernt wird. Es sind teilweise Tipps zu finden, wie z.B. Zecken mit Klebstoff oder anderen Mitteln unschädlich zu machen, diese Mittel helfen nicht. Auch viel zu Dicke Finger oder eine Haushaltspinzette sind nicht zu empfehlen. Mit allen diesen Mitteln würde man das Risiko erhöhen, daß eventuell im Inneren der Zecke vorhandene Krankheitserreger, wie zum Beispiel Borrelien oder FSME-Viren durch den Stichkanal unter die Haut ins Gewebe gedrückt werden und sich dort einnisten.

Es ist sehr wichtig, dass der Kopf nicht in der Haut der Katze stecken bleibt. Katzenbesitzer die sich nicht sicher sind, ob sie die komplette Zecke entfernt haben, sollten vorsichtshalber den Tierarzt aufsuchen.

Wie können Katzen vor Zecken geschützt werden?

Advantage Spot-onDamit Katzen ihren Freigang ohne die Gefahr von Zeckenbissen genießen können, sollten diese mit entsprechenden Mitteln behandelt werden. Ideal sind für die Vorbeugung Spot-on Produkte, diese schützen Katzen nicht nur vor Zecken, sondern auch vor Flöhen.

Neben den Spot-on Produkten schützen auch spezielle Halsbänder Katzen vor Zecken und Flöhen.

Folgendes sollte beachtet werden

Zecken reagieren auf die Körperwärme von Tieren und nicht auf Gerüche. Immer wieder werden ätherische Öle angepriesen um Zecken von Katzen fernzuhalten. Doch dies ist kein 100% sicheres Mittel für die Bekämpfung von Zecken.

Es ist wichtig, dass nur zugelassene und geprüfte Zeckenmittel verwendet werden.

Gute Informationen liefert auch das Medizinische Labor Bremen.

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